E-Mail-Signatur für Handwerker
Von Andri Werren · Aktualisiert 3. Oktober 2026
Eine E-Mail-Signatur für Handwerker muss vor allem eines leisten: Wer die Mail liest, soll dich erreichen, und zwar meist vom Handy aus. Offerten, Terminbestätigungen und Rückfragen zur Baustelle gehen per Mail hinaus, oft direkt vom Telefon. Diese Seite zeigt, was in die Signatur eines Handwerksbetriebs gehört, was du weglassen kannst und welche Fassung du für Mails von unterwegs brauchst.
Was gehört in die Signatur eines Handwerksbetriebs?
Name und Funktion, die Firma so, wie sie im Handelsregister steht, eine Mobilnummer, unter der wirklich jemand abnimmt, die Adresse des Betriebs und die Website. Dazu bei Bedarf eine Pikettnummer. Mehr braucht es nicht. Kundinnen und Kunden lesen eine Handwerker-Mail oft unterwegs, also zählt vor allem, was man mit dem Daumen antippen kann.
- Name und Funktion: „Jonas Wyss, Elektroinstallateur EFZ" sagt mehr als „Mitarbeiter". Ein EFZ, ein eidgenössischer Fachausweis oder ein Meisterdiplom gehört hinter den Namen, wenn du ihn hast.
- Firma: vollständig und unverändert, mit Rechtsform. Bei einer Einzelfirma enthält sie den Familiennamen der Inhaberin oder des Inhabers.
- Mobilnummer zuerst: Wer auf der Baustelle steht, sitzt nicht am Festnetz. Steht die Büronummer trotzdem drin, dann mit den Bürozeiten.
- Adresse: die des Betriebs, nicht die der aktuellen Baustelle.
- Website: am besten eine Seite mit Referenzen oder einem Formular für Offertanfragen.
Massgebend für die Firmenangabe sind Art. 945 und Art. 954a des Obligationenrechts auf fedlex.admin.ch: Eine eingetragene Firma muss in der Korrespondenz vollständig und unverändert stehen. Aus „Malergeschäft Peter Zbinden" wird also nicht „Zbinden Malerei". Wie das bei GmbH, AG und Einzelfirma genau aussieht, steht unter Firmenangabe für Einzelfirma und GmbH.
Wie zeigst du Pikett und Notfallnummer richtig an?
Als eigene Zeile mit klarer Bezeichnung, getrennt von der Büronummer. „Pikett 24 h: +41 79 …" versteht jede Kundin sofort. Gib eine Pikettnummer nur an, wenn ihr sie wirklich rund um die Uhr bedient: Eine Notfallnummer, die nachts niemand abnimmt, schadet mehr als keine. Und mach klar, dass ein Notfall per Telefon kommt, nicht per Mail.
Bei Sanitär, Heizung und Elektro ist die Pikettnummer oft der Grund, warum jemand eine alte Mail wieder hervorsucht. Damit sie dann funktioniert, gehört sie als Text in die Signatur und nicht in ein Bild. Eine Nummer in einer Grafik lässt sich auf dem Handy nicht antippen, und viele Mailprogramme zeigen Bilder erst nach einem Klick an.
Betriebsferien gehören nicht in die Signatur, sondern in die automatische Abwesenheitsnotiz. Eine Zeile „Betriebsferien vom … bis …" steht sonst im Februar noch unter jeder Mail.
Gehören Google-Bewertungen in die Signatur?
Ein Link ja, eine Sterne-Grafik nein. Für viele Handwerksbetriebe sind Bewertungen der wichtigste Grund, warum ein neuer Kunde anruft. Eine Textzeile wie „Zufrieden mit unserer Arbeit? Bewerte uns auf Google" mit einem Link auf das Bewertungsformular bringt mehr als ein Bild mit fünf Sternen, das in Outlook oft blockiert ist und nichts belegt.
Der beste Moment für diese Zeile ist die Mail mit der Schlussrechnung oder die Nachfrage nach dem Abschluss einer Arbeit. Wie du den Link zum Bewertungsformular erzeugst und warum ein aufgemaltes Sternebild sogar schaden kann, steht unter Bewertungslink statt Sternen.
Welche Logos und Zertifikate darf die Signatur zeigen?
Das eigene Firmenlogo und höchstens ein weiteres Zeichen, wenn es Kunden etwas sagt. Ein Verbandslogo kann Vertrauen schaffen; eine Reihe von fünf Zertifikaten macht die Signatur nur länger und auf dem Handy unlesbar. Bevor du ein Verbandslogo verwendest, prüf die Regeln des Verbands dafür. Ein Satz im Text erfüllt denselben Zweck oft genauso gut.
Ein Satz wie „Lehrbetrieb – wir bilden Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure EFZ aus" braucht kein Logo und sagt Jugendlichen auf Lehrstellensuche, dass sie sich melden können. Für viele Betriebe ist das die nützlichste Zusatzzeile überhaupt.
Beim Firmenlogo selbst gilt: lieber schmal als hoch, und als echtes Bild mit klaren Kanten, nicht als abfotografierter Briefkopf. Welche Breite auf einem Handy hält, steht unter Signatur auf schmalen Handy-Displays.
Wie sieht die Signatur aus, wenn du vom Handy schreibst?
Kürzer. Das Signaturfeld auf dem iPhone ist für Text gedacht; Logo und mehrspaltige Layouts überstehen das Einfügen dort meist nicht. Für Mails von der Baustelle reicht eine Fassung mit Name, Funktion, Firma und Mobilnummer. Wichtig ist, dass „Von meinem iPhone gesendet" verschwindet und die Firma vollständig dasteht. Die gestaltete Signatur bleibt für Offerten aus dem Büro.
- Jonas Wyss, Elektroinstallateur EFZ
- Wyss Elektro GmbH
- Mobile +41 79 456 78 90 · Pikett 24 h +41 79 …
Wo die Einstellung auf iPhone und iPad liegt, steht unter Signatur auf dem iPhone hinterlegen. Auf Android-Telefonen hängt es von der Mail-App ab; Outlook und Gmail haben dort je ein eigenes Signaturfeld.
Braucht jeder im Betrieb eine eigene Signatur?
Jeder, der Offerten, Termine oder Rechnungen per Mail verschickt: Büro, Bauleitung, Geschäftsleitung. Monteure ohne eigene Mailadresse brauchen keine. Wichtig ist, dass alle Signaturen gleich aussehen, damit Kundinnen und Kunden nicht den Eindruck bekommen, mit drei verschiedenen Firmen zu tun zu haben. Am einfachsten baust du eine als Muster und kopierst sie für die anderen.
Bei emailsignatur.ch schickst du danach jeder Person einen eigenen Link, über den sie ihre Signatur kopiert, mit einer Anleitung für ihr Mailprogramm. Wie das abläuft, steht unter Signaturen für Büro und Bauleitung verteilen. Für bis zu zehn Personen kostet das einmalig CHF 59, ohne Abo.
Bau die Signatur für deinen Betrieb mit deinem Logo und deinen Nummern und sieh sie dir vollständig an, bevor du etwas bezahlst.
Häufige Fragen
Name und Funktion mit Berufsabschluss, die Firma mit Rechtsform so, wie sie im Handelsregister steht, eine Mobilnummer, die Adresse des Betriebs und die Website. Optional eine Pikettnummer und ein Link zu den Google-Bewertungen. Alles Weitere macht die Signatur auf dem Handy nur länger, ohne dass Kunden dich schneller erreichen.
Nein, Pflicht ist sie nicht. Sinnvoll ist sie, wenn ihr einen echten Pikettdienst habt, etwa bei Sanitär, Heizung oder Elektro. Dann gehört sie als eigene, klar bezeichnete Textzeile hinein, damit sie sich auf dem Handy antippen lässt. Ohne Pikettdienst lässt du sie weg, statt eine Nummer anzugeben, die nachts niemand abnimmt.
Ja, wenn du den Abschluss hast. Die Titel der eidgenössischen Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen sind gesetzlich geschützt, also nur mit bestandener Prüfung erlaubt. Schreib den Titel so, wie er auf dem Ausweis oder Diplom steht, und nur einen: den höchsten, der für die Kundschaft zählt.
Nein. Die Mehrwertsteuernummer muss auf Rechnungen stehen, nicht in jeder Mail. In der Signatur ist sie freiwillig und für die meisten Empfänger ohne Nutzen. Verschickst du Rechnungen als PDF per Mail, steht sie dort im Dokument, wo sie hingehört.
Höchstens einen, und nur wenn das Konto gepflegt ist. Für Schreinereien, Gartenbau oder Malergeschäfte kann ein Instagram-Konto mit fertigen Arbeiten sinnvoll sein, weil es Referenzen zeigt. Fünf Icons zu Konten, auf denen seit Jahren nichts passiert, wirken dagegen schlechter als keine.
In der Einstellungen-App unter „Apps", dann „Mail" und „Signatur". Dort überschreibst du den Gerätehinweis mit einer kurzen Fassung deiner Signatur: Name, Funktion, Firma, Mobilnummer. Hast du mehrere Mailkonten auf dem Telefon, kannst du dort für jedes Konto eine eigene Signatur hinterlegen.
Bauen und Vorschau kosten nichts. Für den fertigen Code zahlst du einmalig CHF 9 für eine Signatur, CHF 59 für bis zu zehn und CHF 199 für bis zu fünfzig. Es gibt kein Abo, und Änderungen an einer freigeschalteten Signatur, etwa eine neue Nummer, kosten danach nichts mehr.
In zwei Minuten zur fertigen Signatur
Angaben eintragen, Vorlage wählen, fertigen Code kopieren. Aufbauen und Vorschau sind gratis – bezahlt wird der fertige Code.
Ohne Registrierung · Aufbauen und Vorschau sind gratis