Outlook-Signatur erstellen – die vollständige Anleitung
Von Andri Werren · Aktualisiert 23. September 2026
Wer eine Outlook-Signatur erstellen will, stolpert zuerst über eine andere Frage: welche Outlook-Version überhaupt vor ihm steht. Microsoft betreibt derzeit drei parallel – das neue Outlook für Windows, das klassische Outlook und Outlook im Web. Der Weg zur Signatur ist in jeder Variante ein anderer. Diese Anleitung deckt alle drei ab, dazu den Mac und die App auf dem Handy.
Wie erstellst du in Outlook eine Signatur?
Du öffnest die Signatur-Einstellungen deiner Outlook-Version, legst eine neue Signatur an, vergibst einen Namen, erfasst den Inhalt und ordnest die Signatur neuen Nachrichten sowie Antworten zu. Im neuen Outlook führt der Weg über Einstellungen, Konten, Signaturen. Im klassischen Outlook über Datei, Optionen, E-Mail, Signaturen. Fehlt die Zuordnung am Schluss, ist die Signatur zwar gespeichert, erscheint aber in keiner Mail.
Der Aufwand liegt bei fünf bis zehn Minuten, solange du reinen Text erfasst. Zeit kostet erst, was danach kommt: das Logo in der richtigen Grösse, die Ausrichtung der Kontaktzeilen und die Kontrolle, ob beim Empfänger noch dasselbe ankommt wie im Editor.
Der Name der Signatur ist reine Ordnungshilfe und erscheint nie beim Empfänger. Trotzdem lohnt sich ein sprechender Name: Wer drei Signaturen mit „Signatur1" bis „Signatur3" führt, klickt beim Zuordnen zwangsläufig irgendwann daneben. „Firma lang", „Firma kurz" und „Französisch" sind in einem Jahr noch verständlich.
Leg von Beginn weg zwei Signaturen an – eine vollständige für neue Nachrichten und eine kurze für Antworten. Beide gleich zu erfassen ist weniger Arbeit, als eine bestehende später aufzuteilen.
Neues, klassisches oder Web-Outlook – was steht vor dir?
Der Schalter „Neues Outlook" oben rechts im Fenster entscheidet. Ist er sichtbar und eingeschaltet, arbeitest du mit dem neuen Outlook. Fehlt er und siehst du oben links das Menü „Datei", ist es das klassische Outlook. Outlook im Web läuft im Browser und gleicht dem neuen Outlook fast vollständig, weil beide auf derselben Grundlage aufbauen.
- Neues Outlook für Windows: Einstellungen über das Zahnrad, Signatur unter „Konten". Die Signatur liegt im Postfach und erscheint dadurch auch auf anderen Geräten, auf denen dasselbe Konto eingerichtet ist.
- Klassisches Outlook für Windows: Menü „Datei", Signatur unter „Optionen, E-Mail". Die Signatur liegt als Datei auf dem Rechner. Bei Microsoft-365-Konten kann Outlook sie zusätzlich im Postfach ablegen.
- Outlook im Web: Zahnrad oben rechts, dann „Konten, Signaturen". Dieser Editor übernimmt eingefügtes HTML von allen drei Varianten am zuverlässigsten.
Die Unterscheidung ist keine Spitzfindigkeit. Sie entscheidet darüber, wo die Einstellung liegt, ob die Signatur auf andere Geräte wandert und wie sauber eingefügtes HTML überlebt. Wenn du eine bestehende Signatur nur korrigieren statt neu aufbauen willst, ist bestehende Signatur in Outlook anpassen der kürzere Weg. Welche Schaltflächen in welcher Variante vorgesehen sind, hält die offizielle Outlook-Hilfe von Microsoft fest.
Signatur im klassischen Outlook für Windows erstellen
Öffne Datei, dann Optionen, wähle links „E-Mail" und klick auf die Schaltfläche „Signaturen". Mit „Neu" legst du eine Signatur an und vergibst einen Namen. Erfass den Inhalt im unteren Feld, wähle rechts oben das E-Mail-Konto und setz darunter die Standardsignatur für neue Nachrichten und für Antworten. „OK" speichert alles.
- Outlook öffnen und oben links auf „Datei" klicken.
- „Optionen" wählen, dann links den Punkt „E-Mail".
- Auf die Schaltfläche „Signaturen…" klicken.
- Auf „Neu" klicken, Namen vergeben, mit „OK" bestätigen.
- Inhalt im unteren Bearbeitungsfeld erfassen und formatieren.
- Rechts oben das Konto wählen und die beiden Standardsignaturen zuordnen.
- Mit „OK" schliessen – erst dann ist die Signatur gespeichert.
Ein zweiter Weg führt schneller zum Ziel: Öffne eine neue E-Mail, klick im Menüband auf „Signatur" und dort auf „Signaturen…". Du landest im selben Dialog. Praktisch, weil du die Signatur direkt neben einer echten Nachricht beurteilen kannst.
Nützlicher Kniff im klassischen Outlook: Halt die Strg-Taste gedrückt, während du auf die Schaltfläche „Signaturen" klickst. Outlook öffnet dann direkt den Ordner mit den Signaturdateien. Derselbe Ordner ist auch der Ort, an dem du bestehende Signaturen sichern.
Signatur in Outlook im Web erstellen
Klick in Outlook im Web oben rechts auf das Zahnrad, wähle „Konten" und darin „Signaturen". Über „Neue Signatur" legst du einen Eintrag an, erfasst den Inhalt und bestimmst darunter die Standardsignatur für neue Nachrichten und Antworten. Ein Klick auf „Speichern" schliesst den Vorgang ab. Die Signatur gilt danach für dieses Konto auf allen Geräten.
Wenn du eine gestaltete HTML-Signatur einsetzen willst, ist Outlook im Web der beste Ort dafür. Der Editor läuft im Browser und übernimmt Tabellen, Farben und Bildgrössen deutlich verlässlicher als der enge Dialog im klassischen Outlook. Was hier korrekt aussieht, überlebt den Weg ins Postfach in der Regel unverändert.
Zwei Einschränkungen: Bilder müssen als Datei hochgeladen oder aus einer geöffneten Seite kopiert werden, ein Verweis auf eine lokale Datei funktioniert nicht. Und die Vorschau im Editor ist keine Garantie – entscheidend ist immer eine Testmail an ein zweites Postfach.
Signatur in Outlook für Mac erstellen
Öffne das Menü „Outlook" in der oberen Menüleiste, wähle „Einstellungen" und dort den Punkt „Signaturen". In älteren Mac-Versionen heisst er „Preferences". Mit dem Pluszeichen legst du eine neue Signatur an, benennst sie und bearbeitest den Inhalt im Fenster daneben. Die Zuordnung zu neuen Nachrichten und Antworten erfolgt anschliessend pro E-Mail-Konto in derselben Übersicht, nicht für das Programm als Ganzes.
Die Besonderheit auf dem Mac ist die Kontobindung: Outlook für Mac verwaltet die Standardsignatur getrennt pro E-Mail-Konto. Wer drei Konten eingerichtet hat und nur eines anpasst, wundert sich anschliessend, warum aus zwei Postfächern weiterhin gar keine oder die alte Signatur hinausgeht.
Der Mac-Editor formatiert eigenwillig. Füg fertiges HTML ein, prüf danach zwingend Zeilenabstände und Schriftgrössen – Apple und Microsoft interpretieren dieselbe Vorlage nicht identisch.
Signatur in der Outlook-App auf dem Handy
Tipp in der mobilen Outlook-App oben links auf dein Profilbild, dann auf das Zahnrad und im Bereich „E-Mail" auf „Signatur". Die App unterstützt ausschliesslich reinen Text. Logos, Farben, Schriftarten und verlinkte Kontaktdaten lassen sich dort nicht hinterlegen. Eine gestaltete Signatur richtest du deshalb am Rechner ein und belässt es auf dem Handy bei einer knappen Textfassung.
Als mobile Signatur reicht in der Regel eine kurze Variante: Name, Firma, Telefonnummer. Wer von unterwegs schreibt, sendet ohnehin meist Antworten – und dort ist eine dreizeilige Signatur angemessener als ein vollständiger Block mit Logo.
Achtung bei iPhone und iPad: Bleibt „Von meinem iPhone gesendet" stehen, stammt diese Zeile nicht von Outlook, sondern von der Mail-App des Systems. Beide Apps führen getrennte Signaturen und wissen nichts voneinander.
Was gehört in eine geschäftliche Outlook-Signatur?
In eine geschäftliche Signatur gehören Vor- und Nachname, Funktion, der vollständige Firmenname mit Rechtsform, die Geschäftsadresse, eine Telefonnummer und die Website. Für Schweizer Firmen kommt dazu, dass der im Handelsregister eingetragene Firmenname unverkürzt genannt wird. Alles Weitere – Social-Profile, Banner, Zitate – ist optional und sollte den Kontaktdaten nie die Aufmerksamkeit wegnehmen.
- Immer: Name, Funktion, Firma mit Rechtsform, Adresse, Telefon, E-Mail-Adresse, Website.
- Sinnvoll: eine zweite Nummer für Direktkontakt, eine Zeile mit Bürozeiten bei beratenden Berufen, ein Logo in dezenter Grösse.
- Weglassen: Zitate, Grafiken mit „Denken Sie an die Umwelt", mehrfach wiederholte Kontaktdaten, Bilder ganzer Visitenkarten.
Als Faustregel: Vier bis sechs Zeilen Text plus Logo. Jede weitere Zeile senkt die Wahrscheinlichkeit, dass die entscheidende Telefonnummer gefunden wird. Prüf die Reihenfolge zusätzlich danach, was ein Empfänger am häufigsten braucht – meist ist das die Direktnummer, nicht die Zentrale, und selten die Postadresse.
Für Geschäftskorrespondenz aus der Schweiz gelten eigene Vorgaben, die sich von der deutschen Praxis unterscheiden. Was in einer Signatur stehen muss und was blosse Gewohnheit ist, steht unter was das OR für Geschäftsmails verlangt.
Logo und Bilder in die Outlook-Signatur einbauen
Füg das Logo über das Bild-Symbol im Signatur-Editor ein. Leg die Datei in doppelter Anzeigegrösse an, damit sie auf hochauflösenden Bildschirmen scharf bleibt, und gib im HTML die Breite vor. Bei PNG und JPG lässt du die Höhe weg – steht dort eine, die nicht zum Seitenverhältnis der Datei passt, gibt Outlook dem Höhenattribut den Vorrang und staucht das Logo darauf. Mehr dazu unter passende Logo-Grösse für Signaturen.
- Format: PNG für Logos mit klaren Kanten, JPG für Fotos. SVG wird in Outlook nicht zuverlässig dargestellt.
- Anzeigebreite: 120 bis 200 Pixel reichen für die meisten Logos. Die Datei selbst doppelt so breit anlegen.
- Dateigrösse: unter 100 Kilobyte halten. Signaturbilder hängen an jeder einzelnen Nachricht.
- Kein Text als Bild: Kontaktdaten gehören als Text in die Signatur, sonst sind sie nicht kopierbar und in der Suche unauffindbar.
Statt Logo, Abstände und Trennlinien im Outlook-Dialog von Hand zu setzen, kannst du die Signatur fertig erzeugen und nur noch einfügen. Die Outlook-Variante des Generators zeigt dabei direkt, wie das Ergebnis in Outlook aussieht.
Outlook-Signatur bauenWarum sieht die Signatur beim Empfänger anders aus?
Das klassische Outlook für Windows stellt E-Mails mit der Word-Engine dar, nicht mit einem Browser. Moderne CSS-Layouts, Abstände über Randregeln und flexible Spalten werden dabei ignoriert oder falsch berechnet. Was im Editor sauber wirkt, verrutscht deshalb in Gmail oder Apple Mail – und umgekehrt. Zuverlässig sind nur tabellenbasierte Signaturen mit fest gesetzten Pixelwerten.
Praktisch heisst das: keine Rahmen über CSS-Klassen, keine Hintergrundbilder, keine Webfonts. Stattdessen Tabellen, Schriftarten aus dem System-Stack und Angaben direkt am Element. Genau so ist eine E-Mail-Signatur gebaut, die in allen Programmen dasselbe Bild abgibt.
Teste das Ergebnis vor dem produktiven Einsatz an mindestens drei Stellen: an ein Outlook-Postfach, an eine Gmail-Adresse und an ein Handy. Diese drei decken den grössten Teil dessen ab, was deine Empfänger tatsächlich benutzen.
Ein zweiter Punkt betrifft die Darstellung im Dunkelmodus. Viele Programme kehren Hintergrund und Schriftfarbe um. Eine Signatur mit dunkelblauem Text auf weissem Grund bleibt dabei lesbar, ein Logo mit weissem Hintergrund dagegen sticht als heller Kasten heraus. Logos mit transparentem Hintergrund und Schriftfarben mit ausreichendem Kontrast lösen das Problem, bevor es entsteht.
Mehrere Konten, mehrere Signaturen, mehrere Personen
Outlook erlaubt beliebig viele Signaturen und ordnet sie pro E-Mail-Konto zu. Du kannst also für das Firmenkonto eine vollständige und für das Vereinskonto eine ganz andere Signatur hinterlegen. Die Zuordnung erfolgt über die beiden Auswahlfelder für neue Nachrichten und Antworten – separat für jedes Konto und nicht global für das Programm. Wechselst du den Absender, tauscht Outlook die Signatur mit.
Sobald mehrere Personen dieselbe Gestaltung brauchen, wird die Sache aufwendiger. Jede Signatur von Hand im Outlook-Dialog nachzubauen führt fast zwangsläufig zu Abweichungen bei Schriftgrösse, Logo-Breite und Zeilenumbrüchen. Wie sich das für ein ganzes Team lösen lässt, steht unter Signaturen fürs ganze Team.
Du willst die Signatur nicht Feld für Feld im Outlook-Dialog zusammensetzen? Dann bau sie einmal sauber auf und füg sie fertig ein – eine fertige Signatur in drei Minuten reicht für die meisten Fälle vollständig aus.
Signatur im neuen Outlook für Windows erstellen
- 1
Einstellungen öffnen
Klick oben rechts auf das Zahnrad-Symbol. Die Einstellungen öffnen sich als eigenes Fenster über dem Postfach.
- 2
Zum Bereich Signaturen wechseln
Wähle links „Konten" und darin den Eintrag „Signaturen". Im klassischen Outlook stand dieser Punkt unter „E-Mail" – deshalb suchen viele nach dem Umstieg an der falschen Stelle.
- 3
Neue Signatur anlegen
Klick auf „Neue Signatur" und vergib einen Namen, etwa „Lang" oder „Antwort". Dieser Name erscheint nur intern in der Auswahlliste, nie beim Empfänger.
- 4
Inhalt erfassen
Trag Name, Funktion, Firma, Telefonnummer und Website ein. Eine fertige HTML-Signatur setzt du erst ein, nachdem du das Feld mit Strg+A und Entf vollständig geleert hast.
- 5
Logo einfügen
Über das Bild-Symbol in der Werkzeugleiste. Leg die Datei in doppelter Anzeigebreite an, damit das Logo auf hochauflösenden Bildschirmen scharf bleibt.
- 6
Zuordnung festlegen
Bestimm darunter, welche Signatur bei neuen Nachrichten und welche bei Antworten eingesetzt wird. Das sind zwei getrennte Auswahlfelder, und beide stehen anfangs auf „Keine".
- 7
Speichern
Klick auf „Speichern". Wird das Einstellungsfenster ohne diesen Klick geschlossen, verwirft das neue Outlook die Signatur wieder.
Häufige Fragen
Für eine reine Textsignatur fünf bis zehn Minuten. Mit Logo, Trennlinie und einheitlicher Gestaltung eher eine halbe Stunde, weil die Kontrolle in mehreren Programmen dazukommt. Wer eine fertige Vorlage einsetzt, ist in wenigen Minuten durch.
Ja. Outlook ordnet Signaturen pro Konto zu. Im Signatur-Dialog wählst du zuerst rechts oben das Konto und setzt darunter die Standardsignatur für neue Nachrichten und für Antworten. Diese Einstellung gilt nur für das gewählte Konto.
Der Inhalt ja, die Gestaltung nicht zwingend. Outlook erzeugt beim Formatieren im Editor Code, der auf Word aufbaut. Andere Programme interpretieren ihn abweichend. Eine tabellenbasierte HTML-Signatur lässt sich dagegen in allen drei Programmen identisch einsetzen.
Praktisch beliebig viele. Üblich sind zwei bis vier: eine vollständige für neue Nachrichten, eine kurze für Antworten und je eine pro Sprache oder Rolle. Nur zwei davon lassen sich gleichzeitig automatisch zuordnen, alle anderen wählst du beim Schreiben manuell.
Fast immer an der fehlenden Zuordnung. Das Anlegen und das Festlegen als Standard sind zwei getrennte Schritte. Prüf die beiden Auswahlfelder für neue Nachrichten und Antworten und kontrollier, ob das richtige Konto ausgewählt war.
Möglich ist es, sinnvoll nicht. Viele Programme blockieren Bilder standardmässig, dann bleibt eine leere Fläche zurück. Ausserdem lassen sich Telefonnummern und Adressen aus einem Bild weder kopieren noch anklicken. Kontaktdaten gehören als Text in die Signatur.
Im neuen Outlook und in Outlook im Web ja, weil die Signatur im Postfach abgelegt wird. Das klassische Outlook speichert sie als Datei auf dem Rechner – dort bleibt sie auf dieses eine Gerät beschränkt, sofern kein Microsoft-365-Konto sie ins Postfach spiegelt.
Die Signatur enthält deine Kontaktdaten und wird im Mailprogramm gesetzt. Ein Disclaimer ist ein rechtlicher Hinweistext, der in Firmen häufig zentral auf dem Server angehängt wird. Beide erscheinen am Ende der Nachricht, werden aber an völlig verschiedenen Stellen verwaltet.
Für eine einfache Textsignatur nicht. Sobald Logo, Farben und eine saubere Ausrichtung dazukommen, arbeitest du entweder mit HTML oder mit einem Werkzeug, das den Code erzeugt. Der Outlook-Editor allein stösst bei mehrspaltigen Layouts schnell an seine Grenzen.
Das ist der Weg von Hand
Wenn dieselbe Signatur für mehrere Personen gelten soll oder sie in jedem Programm gleich aussehen muss, ist Abtippen der falsche Aufwand.
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